AK-Wahl 2009
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Alternative - Die aktuelle Ausgabe unserer Monatszeitschrift |
Einleitung: Arbeiterkammerwahlen 2009 – AUGE/UG Die Arbeiterkammerwahlen 2009 stehen unter besonderen Vorzeichen: Das „neoliberale“ Lügengebäude, wonach „Privat besser als Staat sei“, ist spektakulär zusammengebrochen. Warnungen von GlobalisierungskritikerInnen, kritischen WissenschafterInnen und GewerkschafterInnen – wie der AUGE/UG – wurden über Jahre hinweg, belächelt, ignoriert, als „retro“ abgetan. Diese Warnungen haben sich leider doch bestätigt: Unregulierte, globale Finanzmärkte sind vollkommen aus den Fugen geraten und haben die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt. Nur milliardenschwere staatliche Sicherungspakete konnten das angeschlagene Bankensystem vor dem vollkommenen Zusammenbruch schützen. Der Staat – und damit die SteuerzahlerInnen, in der Mehrheit ArbeitnehmerInnen – müssen nun das angeschlagene Finanzsystem stützen. Die neoliberalen Marktschreier sind vorerst einmal verstummt. Nun gilt es, die historische Chance auf eine soziale, ökologische und demokratische Wende in Wirtschaft und Gesellschaft zu nutzen. Diese Wende ist längst überfällig.
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Darum geht’s: Mehr Mut zu Umverteilung Immer mehr Menschen kommen mit ihrem Einkommen nicht durch. Besonders betroffen sind AlleinerzieherInnen, Niedrigqualifizierte und MigrantInnen. Doch selbst für die breite Mittelschicht wird es immer schwieriger, den Alltag finanziell zu bewältigen. Die Kaufkraft ist seit dem Jahr 1991 nicht gestiegen – sondern sogar gesunken! Das Aufkommen von Löhnen und Gehältern am gesamten Volkseinkommen ist seit 1978 von über 78 % auf 64 % gefallen.
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Darum geht’s: Mehr Gerechtigkeit im Börsel! Gerecht? Frauen verdienen im Schnitt 40 Prozent weniger als Männer! Ein Grund: sie haben schlichtweg das „falsche“ Geschlecht. Ein Drittel des Lohnunterschieds zwischen Männern und Frauen lässt sich „sachlich“ nicht begründen. Ein weiterer Grund: beim beruflichen Aufstieg gibt es immer noch ein gläserne Decke: in Chefetagen finden sich kaum Frauen. Im Gegensatz zu den restlichen EU-Staaten nimmt in Österreich der Frauenanteil in Spitzenpositionen sogar noch ab! Und schließlich: viele Frauen arbeiten – oft unfreiwillig – nur Teilzeit. So waren von knapp 805.000 teilzeitbeschäftigten ArbeitnehmerInnen im ersten Jahresviertel 2008 gleich 84,7 % Frauen.
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Darum geht’s: Mehr Luft in der Arbeit! In der „schönen, neuen Arbeitswelt“ geht den ArbeitnehmerInnen regelrecht die Luft aus. Bei den Beschäftigten wächst das Ohnmachtsgefühl und damit die Wut: Da wird munter ausgegliedert, umstrukturiert, rationalisiert, werden Zielvorgaben erhöht, jagt ein Kostensenkungsprogramm das andere, wird verlagert, zugesperrt. Das Tempo, der Druck, die Arbeitsbelastung steigen enorm, Überstunden ohne Ende werden geschoben. Wertschätzung für die Arbeit? Oder gar Mitbestimmung am Arbeitsplatz? Was ist das? Wesentliche betriebliche Entscheidungen werden über die Köpfe der unmittelbar Betroffenen, der ArbeitnehmerInnen, hinweg entschieden. Wichtig ist, dass die Zahlen stimmen. Die Gewinnzahlen, wohlgemerkt. Wen wundert's da wirklich, dass Stress Berufskrankheit Nummer eins ist, wenn wundert's, dass Burn-out zunimmt, dass die Motivation sinkt, viele Beschäftigte längst „innerlich gekündigt“ haben.
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Darum geht’s: Mehr Liebe im Grünen! Die „Zeiträuber“ sind unterwegs: Ausufernde, unregelmäßige Arbeitszeiten und Überstunden ohne Ende! So sieht die Lebensrealität von immer mehr ArbeitnehmerInnen in Österreich aus. Tatsächlich arbeiten vollzeitbeschäftigte ÖsterreicherInnen länger als ihre europäische KollegInnen, wie Eurostat, das Statistische Amt der EU, belegt: Im Jahr 2007 arbeiteten vollzeitbeschäftigte ÖsterreicherInnen durchschnittlich 44,3 Wochenstunden. Der EU-Schnitt lag bei 41,8 Stunden/Woche.
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Download: Allgemeine Infos zum Download: AK-Wahl 2009. AUGE / UG in den Bundesländern
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